ENDOSKOPIE

Endoskopie ist die visuelle Untersuchung eines Körperhohlraums mit Hilfe eines starren oder flexiblen dünnen Instruments, mit der Eigenart, dass dies geschieht ohne die Außenhaut zu verletzen – oder nicht gravierend. Endoskopische Untersuchungen werden meist durch die natürlichen Körperöffnungen (Mund, After) durchgeführt. An der Spitze des untersuchenden Instruments übertragen z. B. Lichtleiter Bildinformationen nach außen auf einen Bildschirm. Außerdem können durch die Endoskopie mittels spezieller Zusatzinstrumente Gewebeproben entnommen werden und / oder zu Therapiezwecken dienen.

Die Endoskopie wurde aus der Neugier geboren, in das Innere des lebenden Menschen zu schauen. Lange Zeit waren solche Beobachtungen zufällig und unsystematisch. Die Frage nach der Ursache von Organveränderungen und Sitz der Krankheit konnte nur der Pathologe erörtern und beantworten. Über die Jahrhunderte ist aus dieser Neugier eine Vielzahl an technischen Entwicklungen geboren worden, um das „in den Körper schauen“ zu realisieren. Der Fachbereich der Endoskopie ist relativ jung, im Vergleich zu klassischen Operationstechniken, jedoch werden diese von der Endoskopie mehr und mehr abgelöst.